blogs sind scheisse. soweit nichts neues. aber man bekommt irgendwann nen schlechtes gewissen, wenn man nichts schreibt. wie wenn man einen guten freund im stich lassen würde. komischerweise verschwende ich nie irgendwelche gedanken in meiner tagesplanung (falls sowas wie ein "plan" überhaupt bei mir existieren kann) daran, ja mal wieder im blog schreiben zu können. das kommt immer als plötzlicher einfall, wie wenn ich die möglichkeit des schreibens schon lange vergessen hätte. ein guter freund hätte wahrscheinlich mehr als zusammentreffen aus bloßem zufall verdient... naja, immerhin wusste ich noch auf anhieb das passwort zu diesem account.
fest steht jedenfalls, dass ich gerade bock hatte/habe, mal wieder zu schreiben. vielleicht liegt es am neuen jahr und der damit verbundenen aufbruchsstimmung, alle haben noch ihre guten absichten, man bildet sich ein, für manche sachen eine neue chance zu bekommen...und in wirklichkeit ändert sich rein garnichts. zumindest nicht die menschen. das einzige was sich ändert, ist die zeit. tja.
vielleicht liegt es auch an meiner unlust, für die erdkundeklausur morgen zu lernen. soweit auch nichts neues.
vielleicht liegt es an kadda's unverschämtem geniestreich, doch die 3 besten radiohead songs auf die party-cd's gebrannt zu haben. mh okay, ich geb zu... das hat mich allenfalls erheitert, aber ob es zum schreiben bewegt? vielleicht weil radiohead gefühlte 50% meiner blogeinträge füllt. (übrigens zu unrecht! es gäbe nämlich noch viele andre bands, die es mindestens genausosehr verdient hätten, mal hier erwähnt zu werden. [es musste gesagt werden!]) trotzdem sind wir beim punkt. meine letzten radiohead-sessions sind fast so lange her wie der letzte blogeintrag. andre sachen hör ich beständiger. tja.
vielleicht dient der blog auch nur als kurzfristige alternative zu nem tagebuch. mir wurde nämlich letztens empfohlen, nen tagebuch anzufangen. okay, man kann jetzt natürlich sagen: "was soll nen blog sonst für ne funktion haben?", das wäre aber etwas am thema vorbei, weil ich hier in aller öffentlichkeit sicher nicht mein herz ausschütte. nichts für ungut
und "kurzfristig" deshalb, weil ich bestimmt wieder zu faul bin, doch mal ne gewisse regelmäßigkeit hier reinzukriegen...
alles bleibt halt beim alten. is natürlich keine bahnbrechende erkenntnis, aber passt grad. es tangiert übrigens nicht die ebenfalls richtige these, dass früher alles besser war. is ja klar, wegen der zeit und so...
) jedem song steckt nen eindeutiges konzept, nichts is mal so dahingewurschtelt oder schlecht durchdacht. an einer ecke ein genialer riff "mal so zwischendurch", an der andren nen total krasser electrobeat und zwischendrin einzigartige songstrukturen. hat definitiv etwas vom "rad-neu-erfinden"-faktor. andrerseits hat das ganze auch ne schlechte seite. beispiel: vorhin bei anni, irgendwas von the notwist (nichts gegen die band an sich! ^^), und in dem song wird einfach ein akkord 4 (oder warens 8?) takte lang gespielt. einfach so, ohne dass sonst viel passiert. das schlechte: irgendwie denkt man sich dabei etwas in die richtung "mhhh radiohead würde die akkorde wenigstens irgendwie cool picken und dann noch nen lustigen riff drüberspielen." wie sagte der schlagzeuger von muse doch auf der haarp live dvd nachm konzert: "only one riff can make the difference" kA ob mein problem deutlich wird, aber es geht einfach darum, dass alle andre musik plötzlich so simpel und einfallslos klingt, innovationslos. zumindest sehr sehr viele teile von "alle". alles außer muse. aber nem muse-radiohead vergleich widme ich vllt mal nen kompletten blogeintrag in der zukunft, anders geht das auch vom umfang her garnicht. jedenfalls ist das beängstigend, wenn das so weitergeht hör ich nächste woche meine arktischen menschartigen wesen nichtmehr. die sind dann ja nurnoch voll uncool weil sie keinen dritten gitarristen haben, der dann mit tollem effekt pew-pew irgend was sphärisches in das intro von when the sun goes down reinzweiunddreißigstelt (oder noch besser: nen cellobogen benutzt). ich hör dann halt nurnoch oben genanntes radiozeugs. sowas nennt man dann destruktive vereinheitlichung des musikalischen horizonts. ich hoffe, dass wolfy grad gut aufgepasst hat und auch meine problematik versteht ^^